In dieser Werkgruppe beschäftige ich mich mit menschlichen Abgründen, Versuchungen und inneren Spannungen.
Den Ausgangspunkt bilden die Sieben Todsünden. Ich verstehe sie jedoch nicht als einfache moralische Urteile, sondern als ambivalente Kräfte: Zorn, Neid, Wollust, Habgier, Trägheit, Hochmut und Völlerei können zerstören — aber sie verweisen auch auf Mangel, Sehnsucht, Verletzung und ein Ringen um Haltung.
Ich male diese Themen nicht erzählerisch und ohne Figuren. Stattdessen übersetze ich sie in atmosphärische Bildräume.
Wolken, Dunkelheit, Licht, Bewegung und Verdichtung werden zu Trägern seelischer Zustände. Mich interessiert, wie sich das Unsichtbare zeigen kann, ohne eindeutig erklärt zu werden. Die Bilder sollen nicht belehren, sondern einen stillen Spiegel öffnen.
Dunkelheit und Licht der Seele






